SPD fordert eigenes Wald-, Grünflächen- und Umweltamt

Grünflächen und Umweltschutz, Klima-, Natur- und Bodenschutz gehören zusammen

In einer Anfrage an Oberbürgermeister Thomas Keck macht die SPD-Fraktion des Gemeinderats deutlich, dass aus der bisherigen Abteilung Grün und Umwelt ein eigenständiges Amt werden muss. Zwar sei für die Organisation der Stadtverwaltung der Oberbürgermeister zuständig, jedoch im Einvernehmen mit dem Gemeinderat. Die SPD-Fraktion ist überzeugt davon, dass angesichts des Klimawandels und des Rückgangs vieler Arten die Verantwortung für die Umwelt, den Natur-, Boden- und Klimaschutz sowie auch die Entwicklung des städtischen Grüns in den Parks, Alleen und den Spielplätzen in einem eigenständigen Amt kraftvoll gestärkt werden muss. 

„Mit diesem Anstoß in unserer Anfrage haben wir den Schutz der Grünflächen und damit die Lebensqualität in der Stadt im Focus!“ argumentiert Fraktionsvorsitzender Helmut Treutlein und lädt sowohl Oberbürgermeister Keck als auch den Gemeinderat zur Auseinandersetzung ein. Schließlich verlangen der Klimawandel und die damit einhergehende Gefährdung unserer Lebensgrundlage die Aufwertung der Befassungskompetenz mit Fragestellungen zu Natur, Umwelt und Klima in der Stadtverwaltung!“ „Folgerichtig muss aus der Abteilung Grün und Umwelt ein schlagkräftiges Amt werden, das sämtliche Grünflächen im Blick hat!“ fordert SPD-Stadtrat Johannes Schempp und ergänzt: „Für uns gehören die Abteilungen Klima-, Natur- und Bodenschutz sowie Grünflächen und Umwelt gemeinsam mit dem städtischen Forstbetrieb in ein eigenständiges Wald-, Grünflächen- und Umweltamt.“  

„Auch der Reutlinger Stadtwald ist als große grüne Lunge und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen durch den Klimawandel bedroht!“ weiß Stadtrat Schempp und folgert deshalb, dass für die künftige Nutzung und nachhaltige forstliche Bewirtschaftung der Gesamtblick entscheidend ist.“ Bereits im vergangenen Jahr habe die Neuorganisation der Forstverwaltung zur Diskussion gestanden. Jetzt gelte es jedoch zu überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, den Forstbetrieb in einem neu zu schaffenden Umweltamt zu integrieren.  

Die SPD-Fraktion stellt darüber hinaus die Frage, ob die Friedhöfe als grüne Oasen in der ganzen Stadt und auch die Spielplätze nicht auch hier angegliedert werden sollten. Baumschutz, Baumpflege, Baumauswahl und Verkehrssicherung sind übergreifende Themen in allen Bereichen und schaffen unter einer Amtsleitung sinnvolle Synergien. „Wir können die Schnittstellen zwischen Tiefbau und den Grünflächen in Kooperation beider Ämter im Baudezernat sehr gut organisieren und damit dem Schutz von Klima, Natur und Umwelt die notwendige höhere Bedeutung beimessen!“ erläutert Stadtrat Treutlein die vorgeschlagene Ämterzusammenarbeit.  

„Letztlich sind wir der Meinung, dass eine neue Amtsstruktur auch die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärkt und damit eine positive Ausstrahlung auf die ganze Stadt entfaltet!“ verknüpft Stadtrat Schempp die erwartete Wirkung mit dem Vorschlag zur Neustrukturierung der Ämter.